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Des Mannes Lebenslauf auf Schwäbisch

Wenn als Säugling wirsch gebore,
no hoscht Auge, Nas ond Ohre,
Gosche, Finger und an Kopf
auch a Anlag zum a Kropf.
Abers schönste am a Kendle
ischt net s Gsicht und au net s Händle
sondern der klei Schlauch am Bauch !
Ond der wächst natürlich auch
ond so wird der kleine Denger
emmer länger - emmer länger !

Kommet die ersten Frühlingstriebe,
träumts dem Kerle scho von Liebe !
Denn er hat was läute g'hört,
dass der Mensch geschlechtsverkehrt;
ond er sehnt sich nach der Büchse
dr Jüngling fängt gleich an zu wichse
nemmt sei Spitzle en die Hand
tut dra melka ganz gewandt
er fommelt rom dra ond dann wird er
emmer härter - emmer härter !

Hot er no a Mädle gfonda
plogt an Milch den jonga Sponda
ond er setzt dem Mädle zu
läßt dem arma Deng koi Ruh
Er tut bei dem Mädle fühla
tut an ihrem Löchle spiela
emmer me kommt er en d Hitz
gottsallmächtig steht sein Spitz
und es wird sei Löchlesficker
emmer dicker - emmer dicker !

Doch kommt er dann in die Jahre
fickt er nemme so wie d Store
mit der Zeit läßt ällas nach
kalt lässt ihn a jedes Loch
Zentnerweise frißt er Pilla
die zur Stärkung seiner Nille
Aber guck: sei Spitz der Tropf
hängt voll Trauer seinen Kopf
Ach es wird der alte Seicher
immer weicher - immer weicher.

Z'letscht steht er dann gar net meh
No isch halt sei Seckel he !

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