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Pflanzenkunde

Es handelt sich in unserem Aufsatz um ein sehr bekanntes Gewächs. Es ist der Kuss, botanisch "Osculatium Schmatzimum" genannt. Er gehört zu den Lippenblütlern. Infolge der dabei entstehenden Umschlingungen kann man ihn auch zu den Schlingpflanzen zählen.

Er wächst wild, wird aber auch als Zierpflanze gezüchtet. Der Kuss ist über die ganze Welt verbreitet. In Bezug auf die Bodenverhältnisse ist er sehr anspruchslos. Er gedeiht auf einsamen Pfaden und in schattigen Lauben. Man hat ihn sogar auf kahlen Felsen und im Gebirge in großer Höhe angetroffen. Andere Beobachter wollen ihn schon auf den Straßen der Städte, in Autos, vor Haustüren und in dunklen Gängen entdeckt haben.

Allgemein meidet er das Tageslicht und gelangt erst in den Abendstunden und in Dunkelheit zur vollen Blüte. Er kann deshalb auch als der König der Nacht bezeichnet werden. Sein Auftreten findet in der Regel paarweise statt. Massenwucherungen findet man allerdings bei Festlichkeiten und in Garnisonsstädten.

Man unterscheidet mehrere Arten von Küssen: Mutterkuss, Freudenkuss, Liebeskuss. Letzterer wächst wie Unkraut. Von Müttern wird er als Giftpflanze bezeichnet. Ein zartes Gewächs ist der Tanzstundenkuss. Er ist schmackhaft und durchaus ungefährlich, jedoch sehr beliebt bei Jünglingen und zarten Teenagern. Die jungen Pflanzen gedeihen am besten, wenn die Eltern entfernt wurden.

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